Kryptopyrrolurie

Die Behandlung ist effizient durch die simultane Substitution von Zink und Vitamin B6 (Pyridoxalphosphat) möglich, eine adjuvante Ergänzung von Mangan, Magnesium, B-Vitaminen, Vitamin E, Chrom und anderen synergistisch wirkenden Inhaltsstoffen (Spezialpräparat siehe unten) ist sinnvoll.
Klinische Verdachtsmomente für eine Kryptopyrrolurie sind unklare neurologische Symptome, Hirnfunktionsstörungen, Gedächtnisstörungen unklarer Genese sowie psychotische Störungen. Häufig wird frühzeitig eine Verschlechterung des Kurzzeit- und Namensgedächtnisses oder der Handschrift beobachtet.

" Kryptopyrroliker" leben scheinbar in einer Welt des Chaos und weisen defektbedingt häufig besondere Begabungen auf. In Streßsituationen entwickeln sie leicht angstneurotische "Zustände". Die psychiatrische Fehldiagnose einer schizophrenen Psychose liegt dann nur allzu nahe! Betroffene suchen oft erst nach langer Zeit und auf Drängen anderer Menschen ärztlichen und psychologischen Rat wegen nervöser Erschöpfung, neurotischen Ängsten, Depressionen, Schlafstörungen, Wahrnehmungsstörungen, starken emotionalen Schwankungen und Traumerinnerungslücken.

 

Nicht selten werden sie als "wahnsinnige Genies" und "Borderline-Typen" beschrieben. Körperlicher und psychischer Streß wirken sich dekompensierend und manifestationsfördernd aus. Im manifesten Stadium werden neben den neuropsychiatrischen Symptomen auch rheumatologische Beschwerden und unspezifische Autoimmunphänomene beobachtet, deren Genese bislang ungeklärt ist.

Als Folge des ausgeprägten kombinierten Vitamin- und Zinkmangels können eine gesteigerte Infektionsneigung, Wundheilungsstörungen, eine Verletzungsanfälligkeit der Haut, Haarausfall und trophische Störungen (brüchige Nägel, struppige Haare, rissige Haut) resultieren. Weniger gut belegt - und häufig nur kasuistisch dokumentiert - ist die Assoziation der Kryptopyrrolurie mit Akne vulgaris, Leukonychie (Weißflecken der Nägel), Kopfschmerzen, nächtlichen Angstzuständen und Panikattacken, morgendlichem Erbrechen, Schwangerschaftserbrechen, Karpaltunnelsyndrom, Zahnwachstumsstörungen, prämenstruellem Syndrom, Infertilität sowie Knochen-, Gelenk- und Muskelbeschwerden.